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Ernährungssouveränität - Was ist das?

Der Workshop "Lebensmittelkrise und Ernährungssouveränität" an der Sommeruni hat die explodierenden Lebensmittelpreise und die Gründe dafür zum Thema. Valentina Hemmeler, Expertin der Organisation "Uniterre - Für eine nachhaltige Landwirtschaft", wird das Thema präsentieren. Wir drucken hier ein Statement von uniterre zu Ernährungssouveränität ab.

Was ist Ernährungssouveränität?

Ernährungssouveränität ist das RECHT einer Bevölkerung, einer Region oder eines Landes, eine eigene Landwirtschafts- und Ernährungspolitik festzulegen, ohne Preisdumping gegenüber Drittländern.

Ernährungssouveränität umschliesst folgende Aspekte:

- Prioritär sind die lokale landwirtschaftliche Produktion zur Ernährung der Bevölkerung sowie der Zugang der Bäuerinnen und Bauern und der Landlosen zu Wasser, Saatgut und Krediten. Notwendig sind daher Landreformen, der Kampf gegen gentechnisch veränderte Organismen und für freien Zugang zu Saatgut sowie für die Beibehaltung von Wasser als öffentliches Gut, das nachhaltig verteilt werden muss.

- Das Recht der Bäuerinnen und Bauern, Lebensmittel zu produzieren, und das Recht der Konsumentinnen und Konsumenten, darüber zu entscheiden, was sie essen wollen und von wem und unter welchen Umständen die Lebensmittel produziert werden sollen.

- Das Recht der Staaten, sich gegen landwirtschaftliche Importe zu Niedrigpreisen zu schützen.

- Preise für Agrarprodukte, die mit den Produktionskosten korrelieren. Dies ist möglich, sofern die Staaten und Staatenverbände das Recht haben, Importe zu Tiefstpreisen mit Zöllen zu belegen und sich gleichzeitig für eine nachhaltige bäuerliche Produktion einsetzen sowie die Produktion im Inland unter Kontrolle halten, um strukturelle Überschüsse zu vermeiden.

- Teilnahme der Bevölkerung an den Entscheidungen über Landwirtschaftspolitik.

- Anerkennung der Rechte der Bäuerinnen, die eine zentrale Rolle für die Agrarproduktion und die Ernährung spielen.

Vertiefte Informationen und Aktuelles auf:

http://www.uniterre.ch

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Online am 26. August 2008

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