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Vom 1. bis zum 6. August fand in Saarbrücken die erste Europäische
Sommeruniversität (ESU) von attac statt. Idealerweise konnte für diesen Anlass der Campus der Universität des Saarlandes, welcher ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt liegt, genutzt werden. Unterkunft (Zeltplatz, Turnhalle), Verpflegung (Mensa), die Aula (attac-Café, Organisationsbüro) und Seminarräume und Hörsääle für die Foren und Workshops waren so innert weniger Minuten zu Fuss erreichbar. Die ausgezeichnete Organisation war ein Grundpfeiler für das gute Gelingen des Anlasses. Insgesamt waren über 800 Attacies aus 28 Ländern anwesend. Davon waren auch fünf Aktivisten aus der Schweiz angereist.
Am Eröffnungsabend stellten sich die attac-Gruppen aus den verschiedenen Ländern vor. Bei den häufig überaus kreativen Inszenierungen erhielt man einen Einblick in die abgeschlossenen und laufenden Aktivitäten der jeweiligen Gruppen.
Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Vernetzung mit Attacies aus anderen Ländern gab es reichlich. Darauf hatten die Organisatoren viel Wert gelegt. So konnte man schon nach dem Frühstück an einem "Get-to-know-each-other" teilnehmen. Das attac-Café war jederzeit gut besucht. Hier konnten biologische und fair gehandelte Speisen und Getränke genossen werden.
Am Morgen standen zahlreiche mehrtätige Workshops aus den verschiedensten Themenbereichen zur Auswahl. Am Nachmittag fanden grössere Foren statt, die um Themenstränge wie "Soziales Europa" oder "Demokratisierung der Wirtschaft" organisiert waren. Nach Referaten von Leuten von attac und anderen ExpertInnen, fand eine Diskussion im Plenum statt.
Am späten Nachmittag standen nochmals Workshops auf dem Plan. Hier war auch Platz für Singen im Chor, eine Trommelgruppe oder einen alternativen Spaziergang durch Saarbrücken. Das vielseitige Abendprogramm beinhaltete Debatten wie "10 Jahre attac" sowie diverse Konzerte und Partys.
An den sechs Tagen wurde aber nicht nur angeregt diskutiert und ausgelassen gefeiert, sondern es wurden auch konkrete Aktionen geplant. So wurden 15 länderübergreifende Projekte beschlossen. Zu den zentralen Ergebnissen der ESU zählt die Entscheidung von zwölf attac-Organisationen, gemeinsam zwei europäische attac-Kampagnen zu entwickeln: für die Entwaffnung der Finanzmärkte sowie für eine demokratische und soziale Neugründung Europas. Die Forderungen, Materialien und Aktionen der Kampagnen erarbeiten zwei länderübergreifende Koordinierungsgruppen, deren Ergebnisse dann von den nationalen attac-Organisationen bestätigt werden müssen.
Laut ihren Richtlinien zur Förderung der internationalen Zivilgesellschaft hätte die ESU Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung durch die EU gehabt. Der Antrag wurde, wahrscheinlich aus politischen Gründen, abgelehnt, da sich attac bekanntlich für ein "anderes", sozialeres Europa einsetzt. Aus diesem Grund klafft ein Loch in der Kasse der ESU, das u.a. durch Spenden gedeckt werden soll.
Weitere und ausführlichere Infos, Bilder und Beiträge von der ESU sind zu finden unter www.european-summer-university.eu
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